Aus meinem Blog

Warum ich auch mal unentgeltlich arbeite

An meinen Geburtstagen blicke ich gerne mal zurück. Denn das geht sonst immer sehr unter.

Und beim Zurückblicken sehe ich manchmal hinter den vielen Tabea Versionen auch mein 16jähriges Ich. Die 16jährige Tabea, die kurz vor den 10. Klasse Prüfungen steht und sich selbst sehr oft sehr fehl am Platz fühlt.

Die sich mit ihren Klassenkameradinnen und ihren Wünschen von Mann, Job, Auto, Haus und Kindern überhaupt nicht identifizieren kann. Die auf eine Gesamtschule geht und von den Lehrern kritisch beäugt wird, als sie erwähnt, gerne Abitur machen zu würden. Die dann später doch entscheidet erstmal eine Ausbildung zu machen und nie gedachte hätte, etwas noch schlimmer zu finden als den verhassten Chemiekurs in der Schule.

Die Tabea, die dann mit 17 Jahren in einer Ausbildung feststeckt, die ihr alle Illusionen von einem coolen Leben nimmt. Und dort aber bleibt, weil „ein Ausbildungsabbruch auf dem Lebenslauf das allerschlimmste ist“.

 

Die Heroes

Mit 17 Jahren und nach 10 Jahren Schule wissen zu müssen, was ich mein Leben lang mal machen will, war eine Qual für mich. Meine Eltern verstanden mich nicht, wollten mich (trotz ihrer bedingungslosen Liebe) nur in einem abgesicherten Job sehen.

Und heute mit 28 sitze ich auf Bali in einem CoWorking Space, blicke vom Laptop auf ein paar Reisfelder und skype mit Angelika Riedler.

Angelika hat mich Anfang des Jahres kontaktiert. Da saß ich noch auf Gran Canaria. Sie suchte jemanden, der ihr bei der Website für ein Projekt hilft, bei dem die 17jährige Tabea laut gejubelt hätte. Es ist eine kostenlose Online Plattform für Jugendliche, auf der diese inspiriert und informiert werden… und auf der sie einen Coach finden können, der ihnen in den verschiedensten Bereichen helfen kann. Unter anderem auch Berufsfindung, Sinnfindung, Motivation. Einfach jemand, der dir sagt „Du bist nicht komisch.“

Was hätte ich so jemanden gebraucht! Und aus diesem Grund zögerte ich auch nicht lange und arbeite seitdem komplett unentgeltlich für das „Heroes for Heroes“ Projekt. Damit noch viel viel mehr 17jährige Tabeas da draußen vielleicht einen weniger holprigen Weg gehen müssen.

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